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(c) 2004  Andreas Stecker
                                                                                                           

Zystoskops - Urethrozystoskopie

Das Wort Zystoskop kommt aus dem Griechischen und bedeutet „in die Blase schauen“. Das Zystoskop ist ein bleistiftdickes starres Rohr, in dem sich mehrere Kanäle befinden. Durch einen Lichtkanal wird Licht in das Innere des Körpers geleitet. Ein weiterer Kanal kann Arbeitsgeräte aufnehmen um beispielsweise Gewebeproben zu entnehmen oder Behandlungen durchzuführen. Der größte Kanal dient als Spül- und Absaugvorrichtung um während des Beobachtens die Blase entleeren und füllen zu können. Je nach dem geplanten Vorgehen wird der Urologe ein passendes Zystoskop mit entsprechender Ausstattung auswählen.

Bei modernen Geräten handelt es sich oft um ein sog. flexibles Zystoskop. Dies ist mit einem dünnen Schlauch vergleichbar und elastisch. Diese Geräte werden ebenfalls durch die Harnröhre eingeführt, wobei die Spitze des Zystoskops steuerbar ist. Dies erlaubt dem Urologen eine verbesserte Rundumsicht in der Blase. Zudem ist eine Blasenspiegelung mit einem flexiblen Gerät besonders für männliche Patienten weniger unangenehm als einer Spiegelung mit einem starren Gerät.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Vor dem Einführen des Zystoskops wird die Umgebung der Harnröhrenöffnung gründlich gesäubert. Bei der Frau ist die Zystoskopie aufgrund der kürzeren Harnröhre einfacher durchzuführen als beim Mann. Damit die Untersuchung schmerzfrei erfolgen kann, wird ein Gleitmittel, dem ein örtliches Betäubungsmittel zugesetzt ist, in die Harnröhre eingebracht. Anschließend wird das Zystoskop langsam über die Harnröhre in die Harnblase geschoben. Gleichzeitig wird die Blase mit einer wässrigen Flüssigkeit aufgefüllt, damit sie immer gut entfaltet ist. Hierdurch und durch die helle Ausleuchtung des Hohlorgans kann der Urologe die Blasenschleimhaut unter besten Bedingungen untersuchen. Eine spezielle Vorbereitung seitens des Patienten, z.B. eine vorherige Blasenentleerung, ist nicht notwendig.

Nach einer Urethrozystoskopie kann es zu leichten Blutbeimengungen im Urin und Schmerzen beim ersten Wasserlassen kommen. Seltene Komplikationen sind Harnwegsinfekte und Verletzungen der Harnröhre.

Text www.urologenportal.de


Ureteroskop

Das starre Ureteroskop ähnelt dem Aufbau eines Zystoskops und haben meist eine feste, nicht auswechselbare Optik mit einem Blickwinkel von 0–10 Grad. Der Arbeitskanal ist 5 CH weit, es besteht ein Anschluss für den Spülzufluss und -abfluss. Die Schaftdicke beträgt zwischen 6–9 CH, dünner an der Spitze mit allmählicher Zunahme des Durchmessers. In der technischen Weiterentwicklung sind nun semiregide URS-Geräte erhältlich mit Schaftdicken von 5–7 CH.

Flexible Ureteroskope haben eine Schaftdicke von 8–12 CH, der Arbeitskanal ist dünner (3 CH). Manche flexible Ureteroskope haben einen zusätzlichen Kanal für den Spülzufluss. Die Spitze ist aktiv steuerbar bis 270 Abknickung. Bei modernen Geräten wird auf eine Glasfaseroptik verzichtet, ein Kamerachip (CCD Sensor) auf der Gerätespitze sorgt für eine hochauflösende optische Erfassung der Bildinformation (chip on tip).

www.urologielehrbuch.de


 
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