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(c) 2004  Andreas Stecker
                                                                                                           

ESWL  Extrakorporale Stoßwellen-Lithotrypsie

Bei der ESWL werden Stoßwellen erzeugt, die dort gebündelt werden, wo der Stein liegt. Auf diese Weise wird der Stein zertrümmert. Das Prinzip ist einfach: Stoßwellen setzen sich ohne Unterbrechung fort, solange sie sich in einem Medium gleicher Impedanz (= Wellenwiderstand) befinden. Da der Körper fast die gleiche Impedanz besitzt wie Wasser, können die Stoßwellen aus dem Wasser, wo sie erzeugt werden, ungehindert in den Körper eindringen und dort fortgeleitet werden. Treffen die Stoßwellen jedoch auf Grenzflächen unterschiedlicher Impedanz, wie z.B. einen Harnstein, kommt es innerhalb des Steins und an seiner Grenzfläche zu Entwicklung von unterschiedlichen Druck-, Zug- und Scherkräften. Diese Kräfte wirken auf den Stein zerstörerisch und führen zu seiner Zertrümmerung.

Die Stoßwellen werden durch Funkenentladungen unter Wasser erzeugt und anschließend durch einen „Stoßwellen-Spiegel" in einem Brennpunkt fokussiert. Die Funken sind dabei für den Menschen ungefährlich, weil sie mit dem Körper nicht in Berührung kommen. Früher mussten die Patienten hierzu auch in einem Wasserbad gelagert werden. Bei den neueren Geräten werden die Stoßwellen durch elektromagnetische oder piezoelektrische Elemente erzeugt, und die Einleitung der Wellen in den Körper erfolgt über ein Wasserkissen und auf die Haut aufgetragenes Gel.

Der Ort der Bündelung der Strahlen (Fokus- oder Brennpunkt) wird mittels Röntgen- oder Ultraschallortung bestimmt. Der Betroffene wird so positioniert, dass die Wellen dort im Körper ihre größte Kraft entfalten, wo sich der Stein befindet. Auf ihrem Weg durch das Körpergewebe verursachen sie keine Schäden. Die richtige Lage des Harnsteines relativ zum Brennpunkt der Wellen wird dabei während der Steinzertrümmerung ständig (entweder über Röntgen oder Ultraschall) kontrolliert. Die Dauer der Behandlung liegt zwischen 30 und 60 Minuten. Normalerweise werden nicht mehr als 2000 bis 3000 Stoßwellen verabreicht. Darüber hinaus besteht die Gefahr einer Gewebeschädigung. Die Betroffenen erhalten Beruhigungs- und Schmerzmittel oder eine Periduralanästhesie. Nur in Ausnahmefällen wird eine Narkose durchgeführt.

Text MedizInfo


Was ist eine ESWL?

ESWL, auch extrakorporale Stoßwellenlithotripsie, bezeichnet eine Behandlungsmöglichkeit bei Gallen- oder Harnsteinen. Dabei werden über einen auf der Haut liegenden Sender Schallwellen in den Körper geleitet, welche die Steine – die zum Beispiel in der Niere oder dem Harnleiter auftreten können – in kleinere Stücke zertrümmern. Diese werden dann über eine Sonde (Endoskop) entfernt oder von selbst ausgeschieden. Auf diese Weise können die meisten Harn- und Gallensteine erfolgreich behandelt werden. Meist sind dazu zwei oder mehr Sitzungen notwendig, wobei maximal drei ESWL-Sitzungen in Folge stattfinden sollten. Eine Sitzung dauert je nach Größe und Lage des Steins ungefähr eine Stunde.

Wann führt man eine ESWL durch?

Die ESWL ist nahezu bei allen Steinleiden geeignet. In erster Linie werden damit Steine der ableitenden Harnwege behandelt, also Nieren-, Harnleiter- und Blasensteine. Auch Steine der Bauchspeicheldrüse (Pankreassteine) können mit der ESWL zertrümmert werden. Selten wird die extrakorporale Stoßwellentherapie bei Gallensteinen angewandt, da die Steine nach der Behandlung häufig wiederkehren.  Der Erfolg der ESWL hängt unter anderem von der Größe, der Lage und der Zusammensetzung des Steins ab. Gut geeignet ist die ESWL bei kleineren Harnsteinen von bis zu 20 Millimetern Größe.

Was macht man bei einer ESWL?

Vor der ESWL erhält der Patient ein schmerzstillendes Medikament und auf Wunsch ein Beruhigungsmittel. Im Einzelfall ist die Behandlung auch in Vollnarkose möglich. Eine Antibiotikagabe vor ESWL wird nur bei Patienten empfohlen, deren Steine im Zusammenhang mit einer Infektion entstanden sind.

Steine der ableitenden Harnwege: Harnleiter- und Nierensteinzertrümmerung

In den Nieren wird der Harn produziert und über die beiden Harnleiter in die Harnblase abgeleitet. Von dort wird der Harn über die Harnröhre ausgeschieden. Harnleiter, Harnblase und Harnröhre werden auch unter dem Begriff „ableitende Harnwege“ zusammengefasst. Bilden sich in diesem System Steine, kann der Arzt eine ESWL durchführen.

Nach der ESWL

Nach der ESWL können Harnsteine über die abführenden Harnwege mit dem Urin ausgeschieden werden. Auch die Gallensteinfragmente gelangen in der Regel über den Darm nach außen. Manchmal wird es notwendig, die Steinstücke mit einer Sonde (Endoskop) zu entfernen.


Von Lena Machetanz - Net Doktor


 
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