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(c) 2004  Andreas Stecker
                                                                                                           

Nierensteine sind in Deutschland die häufigste Nierenerkrankung. Etwa 5 % der Deutschen sind davon betroffen. Statistisch betrachtet muss also jeder 25. Deutsche damit rechnen, mindestens einmal im Leben von Nierensteinen betroffen zu sein. Häufig erkranken Erwachsene zwischen 20 und 50 Jahren an Nierensteinen, wobei mehr Männer als Frauen betroffen sind.

Medizinischen Hochschule Hannover


Nierenstein

Nierensteine entstehen, wenn Substanzen, die normalerweise in Urin aufgelöst werden können, nicht mehr löslich sind. Es entstehen dann Kristalle, die aneinander kleben und so einen Stein bilden. Kleine Nierensteine werden auch als Nierengrieß bezeichnet. Normalerweise enthält der Urin Stoffe, die eine derartige Kristallbildung verhindern. Steine können gebildet werden, wenn sich zu viele Steinbaustoffe (wie Calcium und Oxalat) oder zu wenig Kristallhemmende Stoffe im Urin befinden. Nierensteine können auch entstehen, wenn:

-  sehr wenig, sehr konzentrierter Urin gebildet wird, z.B. bei wenig Trinken
immer wieder Blasen ‑und Nierenbeckenentzündungen auftreten
bestimmte Medikamente missbraucht werden
eine Abflussbehinderung in den Harnwegen auftritt
mehrere Wochen oder noch länger die körperliche Aktivität beschränkt ist
genetische oder Stoffwechsel‑Krankheiten vorliegen

 

 

 

 

 

Mehrere Faktoren können auch bei einer Person gleichzeitig auftreten.

Welche Arten von Nierensteinen gibt es?

Nierensteine können unterschiedlich zusammengesetzt sein. Die am häufigsten vorkommenden Steine sind:

Calciumsteine, meistens aufgebaut aus Calciumoxalatkristallen (85%)
Harnsäuresteine, aufgebaut aus Harnsäure (5%)
Magnesiumammoniumphosphat (Struvit) Steine (Infektionssteine) (10%)
Cystinsteine (selten)

 

 

 

Entstehung von Nierensteine:

Diese Lebensmittel können an die Nieren gehen

Auch wenn Mangold und Spinat eine Vielzahl gesunder Vitamine und Mineralstoffe enthalten, ist übermäßiger Verzehr nicht empfehlenswert. Neben Kalium, Kalzium, Eisen und Vitamin C enthalten sie nämlich auch einen hohen Anteil an Oxalsäure. Wer anfällig für Nierensteine ist, sollte daher das Gemüse mit Bedacht genießen, empfiehlt der Verbraucherinformationsdienst aid. Das Gleiche gilt für Rhabarber. Auch er gehört in die Reihe der oxalsäurereichen Lebensmittel.

Auf Lebensmittel mit Oxalsäure achten

Zu viel Eistee begünstigt ebenfalls die Bildung von Nierensteinen. Denn das Sommergetränk enthält wie alle Schwarz- und Grünteesorten ebenfalls Oxalsäure. Wer ohnehin zur Bildung der schmerzhaften Ablagerungen neigt, sollte daher auf Eistee verzichten und am besten Wasser trinken, zum Beispiel mit Zitronensaft gemischt. Denn Zitronensäure behindert das Wachstum der Nierensteine.

Auch Schokolade und Erdnüsse haben einen hohen Oxalsäure-Anteil. In Kombination mit kalziumreichen Produkten wie Milch, Quark, Joghurt, Käse und Kartoffeln reduziert sich jedoch ihre schädliche Wirkung. Kalzium verringert nämlich im Darm die Aufnahme von Oxalat.

Light-Limo beeinträchtigt die Nierenfunktion

Wer regelmäßig Diät-Limonade trinkt, tut seinen Nieren nichts Gutes. Das zeigt eine Studie am Brigham and Women's Hospital in Boston. Demnach büßten erwachsene Frauen, die täglich mindestens zwei Dosen Light-Limonade tranken, innerhalb eines Jahrzehnts circa 30 Prozent ihrer Nierenfunktion ein. Als Ursache ermittelte das Forscherteam unter der Leitung von Dr. Julie Lin künstliche Süßstoffe wie Aspartam und Sucralose.

Quelle: Andrea Goesch T-Online


Oxalsäure (Calciumoxalatsteine 85%) 

Oxalsäure ist in höherer Konzentration gesundheitsschädlich, kommt in geringer Konzentration aber in Lebensmitteln wie Tee (insbesondere schwarzer Tee und Pfefferminztee) und in Wurzeln und Rinden zahlreicher Pflanzen als unlösliches Calciumoxalat vor. Calciumoxalat entsteht in der Natur häufig beim Absterben von Pflanzenzellen. Es kann unter polarisiertem Licht in Form von hellen rechteckigen Kristallen erkannt werden (besonders einfach in braunen Zwiebelschalen). Nierensteine bestehen meist aus Calciumoxalat und Harnsäure, die Steinbildung wird aber durch Zitronensäure, welche in Früchten vorkommt, verhindert.

Da Oxalsäure die Resorption (Aufnahme) von Eisen im Darm erschwert, sollte man bei einer Eisentherapie, z. B. im Rahmen einer Eisenmangelanämie, mit dem Verzehr stark oxalsäurehaltiger Lebensmittel zurückhaltend sein und diese auch nicht gleichzeitig mit der Einnahme von Eisentabletten zu sich nehmen. Nach Aufnahme von Oxalsäure kommt es im betroffenen Gewebe zu einer Verarmung an Calcium, in schweren Fällen kann dies eine Schädigung des Herzens zur Folge haben. Nach Aufnahme von größeren Dosen kann es zu Lähmungserscheinungen kommen, in jedem Fall (auch bei leichten Vergiftungen) kommt es zu Nierenschäden durch verstopfte Nierentubuli. Die letale Dosis wird mit 600 mg pro kg Körpergewicht angegeben.

Quelle: Wikipedia


Diagnose

Radiologische Untersuchungen können meistens helfen, die Anwesenheit von Nierensteinen festzustellen. Spezialisierte Röntgentechniken (wobei manchmal Kontraststoffe gespritzt werden müssen) oder Ultraschalluntersuchungen werden zur Bestimmung der Größe und exakten Lokalisation der Steine angewandt. Blut‑ und Urinuntersuchungen können helfen, die Ursache der Steine zu finden und damit es dem Arzt ermöglichen, die beste Behandlung zu planen. Die Patienten sollten ausführlich zu ihrem Verhalten bezüglich Ernährung, Medikamentengebrauch, Lebensstil und familiärer Vorgeschichte befragt werden, damit klar wird, welche Faktoren bei der Entstehung der Steine eine Rolle spielen.

Wie werden Steine behandelt?

Die meisten Steine können mit Hilfe einer größeren Trinkmenge, Diätanpassungen und Medikamenten behandelt werden. 90% der Steine werden innerhalb von 3 bis 6 Wochen spontan abgehen. Es ist wichtig, abgegangene Steine für weitere Untersuchungen aufzubewahren. Bestimmte Steintypen, z.B. Harnsäure‑ und Cystinsteine können mit Hilfe von Medikamenten aufgelöst werden. Steine, die Infektion, Harnstau oder Nierenschäden verursachen, müssen immer entfernt werden.

Wenn die Nierensteine nicht auf dem natürlichen Weg mit dem Wasserlassen abgehen, muss man sie im Krankenhaus entfernen. Dazu stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Ihr Arzt wird Sie nach sorgfältiger medizinischer, Labor‑, Ultraschall‑ und Röntgen‑Untersuchungen hierzu beraten können. Eine klassische operative Behandlung ist nur noch in weniger als 5% der Fälle erforderlich. Nur in Ausnahmen ist die Nierenfunktion so ernsthaft eingeschränkt und die Infektion so ausgeprägt, dass der Urologe entscheiden muss, eine ganze Niere zu entfernen, nachdem er sich davon vergewissert hat, dass die andere Niere noch ausreichend funktioniert. Manche Steine können auch mit teleskopartigen Instrumenten über die Harnwege entfernt oder verkleinert werden. Nach Spaltung der Steine gehen die Fragmente meistens innerhalb von einigen Wochen spontan ab.

Eine mögliche Behandlung ist die “extrakorporale Stoßwellenlithotripsie”. Hierbei werden Nierensteine mittels elektromagnetisch, elektrohydraulisch oder piezo-elektrisch generierten Stosswellen zertrümmert. Die Methode wurde ursprünglich durch Chaussey und Mitarbeiter in München entwickelt und inzwischen an mehreren Millionen Patienten weltweit eingesetzt. Die Stoßwellen gehen problemlos durch Körpergewebe und Wasser, sie greifen nur harte Gegenstände wie einen Nierenstein an und sind ungefährlich für den Körper. Bei den neueren Methoden der Stoßwellentherapie kann manchmal sogar auf eine Narkose verzichtet werden.

Quelle: Deutsche Nierenstiftung - www.nierenstiftung.de


Bei den Nierensteine Patienten gibt es wohl hauptsächlich zwei Gruppen zum einen die, die nur einmal in ihrem Leben mit Nierensteinen zu tun haben. Und die, die öfter oder regelmäßig mit Nierensteinen zu tun hat.

Die erste Gruppe geht in der Regel 2 mal zur Kontrolle informiert sich über die Zusammensetzung des Steins, wie er entsteht und was sie zur Vorbeugung tun können. Sie gehören somit zu den 25. Deutschen, die statistisch betrachtet damit rechnen müssen, mindestens einmal im Leben von Nierensteinen betroffen zu sein.

Die zweite Gruppe geht in der Regel 3-6 mal im Jahr zur Kontrolle meist zum ­Urologe oder Nephrologen. Diese Gruppe weiß natürlich um die Zusammensetzung ihrer Steine, und wie er entsteht, Sie möchten mehr erfahren was kann man tun was gibt es für Medikamente und Möglichkeiten welche Erfahrung haben Leidensgenossen gemacht. Zu dieser Gruppe gehöre auch ich und deshalb möchte ich hier auf dieser Seite Erfahrungsberichte, fragen Tipps und Tricks Sammeln und Veröffentlichen um anderen Betroffenen zu helfen.

Hier eine Sehr interessante Seite zum Thema Nierenstein vom ►Zentrum der Gesundheit

 Andreas Stecker


Hier habe ich zwei wirklich Gute Erklärungen zum Thema Nierensteinentfernung gefunden:

Die (flexible) Ureterorenskopie (URS)

flexibles Ureterorenoskop, durch die natürliche Körperöffnung eingeführt, Chip on the Tip Technologie Bei der Ureterorenoskopie (URS) wird mit einem starren oder flexiblen Gerät eine Harnleiter- oder Nierenspiegelung durchgeführt. Die Instrumente sind mit einer Lichtquelle und einer Kamera ausgestattet, so dass der komplette Harntrakt von innen begutachtet werden kann. So können Steine im Harnleiter oder in der Niere aufgesucht und entfernt werden. Hierzu stehen extrem kleine Instrumente wie Zangen oder Körbchen zur Verfügung. Sollte ein Stein zu groß sein, um komplett entfernt zu werden, kann er zunächst mit einem Laser zerkleinert werden, um dann entfernt zu werden. Da das Instrument in die Harnröhre als natürlichen Eingang zum Harntrakt eingeführt wird, bleiben keinerlei äußere Narben zurück.

Vorteil des Verfahren ist eine schnelle und risikoarme Steinentfernung. Je nach Größe und Lokalisation des Steins dauert der Eingriff zwischen einer halben und einer Stunde. Bei sehr großen Steinen in der Niere kann der Eingriff auch länger dauern. In fast allen Fällen kann der Stein mit einer einzigen Behandlung komplett entfernt werden. Eine URS wird grundsätzlich in einer Vollnarkose durchgeführt um eine vollständige Schmerzfreiheit zu gewährleisten. In den meisten Fällen wird nach der Steinentfernung eine Harnleiterschiene (Doppel-J-Katheter; Pigtail-Katheter) in den Harnleiter eingelegt, um den Urinfluß von der Niere zur Blase sicherzustellen. Diese kann meist eine Woche später durch den niedergelassenen Urologen entfernt werden.

Die Risiken einer URS sind sehr gering. Am häufigsten ist eine kurzzeitige Blutbeimengung im Urin, die jedoch von selbst vorübergeht. Daneben kann es in seltenen Fällen zum Auftreten von Fieber kommen, was eine kurzfristige Antibiotikatherapie notwendig macht. Ernste Verletzungen des Harnleiters oder der Niere sind mit den neuen, dünnen Instrumenten extrem selten.

Ablauf der Behandlung

-  Stationäre Aufnahme gewöhnlich am Tag vor der Behandlung
Eingriff erfolgt in Vollnarkose, gelegentlich in Spinalanästhesie (Halbkörpernarkose)
Essen und Trinken einige Stunden nach der Operation möglich
Entlassung meist am Tag nach der Behandlung
Dauer des stationären Aufenthalts: 2-4 Tage
Entfernung des Doppel-J-Katheters eine Woche später beim niedergelassenen Urologen.

 

 

 

 

Dieperkutane Nephrolithotomie (PCNL)

Bei der perkutanen Nephrolithotomie (PCNL) erfolgt die endoskopische Entfernung von Nierensteinen durch eine Punktion der betroffenen Niere durch die Haut. Der Eingriff erfolgt prinzipiell in Vollnarkose. Die Punktion wird unter Kontrolle durch ein Ultraschallgerät und Röntgen durchgeführt. Der Schnitt, der dafür erforderlich ist, liegt in der Flanke und ist ca. 1 cm lang. Nach Einführen des Endoskops in die Niere kann der Stein mit dünnen Instrumenten (Ultraschall- oder Lasersonden) zerkleinert und entfernt werden. Zum Abschluss des Eingriffs erfolgt die kurzzeitige Einlage eines Katheters in die Niere (Harnableitung nach außen) oder einer Harnleiterschiene (innere Ableitung), um den Urinabfluss sicherzustellen.

Vorteile des Verfahrens sind eine schnelle und risikoarme Entfernung von größeren Steinen aus der Niere. Während die Zertrümmerung von großen Nierensteinen (größer als 2 cm oder mehrere Steine) mit der ESWL oft mehrere Wiederholungsbehandlungen erfordert, ist meist nur eine einzige PCNL-Behandlung erforderlich, um alle Steine komplett zu entfernen.

Die Risiken des Verfahrens sind gering. Eine durch die Punktion der Niere ausgelöste Blutung stoppt fast immer von selbst. In den seltenen Fällen einer verstärkten Blutung kann diese fast immer durch selektiven Verschluss des blutenden Gefäßes gestillt werden. Daneben kann es zum Auftreten von Fieber kommen, was eine kurzfristige Antibiotikatherapie notwendig macht. Ernste Verletzungen der Niere sind mit den dünnen Instrumenten extrem selten.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Große Nierensteine (> 2 cm)
Mittlere Nierensteine (1-2 cm)
Steine in der unteren Kelchgruppe
Ausgusssteine
Steine bei anatomischen Normvarianten (z. B. Kelchdivertikelsteine)
Steine, bei denen gleichzeitig eine anatomisch bedingte Transsportstörung vorliegt (z.B.) Harnleiterabgangsstenose/Harnleiterabgangsverengung)
ESWL/Ur-refraktäre Steine.

 

 

 

 

 

Ablauf der Behandlung

Stationäre Aufnahme gewöhnlich am Tag vor der Behandlung
Eingriff erfolgt in Vollnarkose
Essen und Trinken einige Stunden nach der Operation möglich
Entlassung meist 2-3 Tag nach der Behandlung
Dauer des stationären Aufenthalts: 4-5 Tage

 

 

 

www.urologie-klinik-bochum.de


 
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